Tetra Therm® Aseptic VTIS

Premiumqualität mit direkter UHT

  • Aufgrund einer niedrigen Wärmegesamtbelastung gewährleistet das Verfahren nur minimale Auswirkungen auf den Geschmack, die Farbe und den Nährwerts des Produkts.
  • Es eignet sich für eine Vielzahl von Produkten – entweder kommt dabei nur die Direkterhitzung (VTIS) oder eine Kombination der Erhitzungsverfahren zum Einsatz: VTIS, Flex und Plus.
  • Die höchste auf dem Markt verfügbare Betriebseffizienz bei direkten UHT-Anlagen dank u. a. langer Standzeiten und niedriger Produktverluste

Tetra Therm® Aseptic VTIS UHT-Anlage für direkte Erhitzung

Die Tetra Therm® Aseptic VTIS steht seit langem für modernste Technik im Bereich der Direkterhitzungsverfahren zur UHT-Behandlung von H-Produkten in Premiumqualität. Sie ist eine aseptische Prozessanlage für die kontinuierliche UHT-Behandlung mit direkter Dampfinjektion. Die Anlage kommt häufig bei hitzeempfindlichen und säurearmen Produkten wie Milch, angereicherter Milch, Sahne, Sojamilch, formulierten Milchprodukten, Eismix, Milchdesserts sowie Produkten mit längerer Haltbarkeit (Extended Shelf Life, ESL) zum Einsatz. Das Verfahren eignet sich auch für glatte Produkte wie Suppen, Saucen, milchfreie Sahne und andere stärkebasierte Produkte. Es können auch kleinere Partikel verarbeitet werden.

Kurzübersicht

Anlage für kontinuierliche direkte UHT-Behandlung von flüssigen Lebensmitteln unter aseptischen Bedingungen

LEISTUNG
2.000 l/h bis 30.000 l/h (variable Kapazität, 1:2 ist Standard)

APPLIKATIONEN
Milch, angereicherte Milch, Sahne, Sojamilch, Milchmischprodukte, Eismix, Produkte mit längerer Haltbarkeit (Extended Shelf Life, ESL), Milchdesserts, pflanzliche Sahne sowie feine Suppen und Saucen.

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Funktionen

Dampfinjektion

Produktqualität und Effizienz

Bei der Dampfinjektion wird Dampf rasch in das Produkt injiziert und dieses unmittelbar von 80° auf UHT-Temperatur erhitzt. Im Anschluss erfolgen eine Kondensation (nur 0,1 Sekunden lang) und ein Temperaturausgleich. Die Kombination aus hoher Sterilisationstemperatur und kurzer Erhitzungsdauer gewährleistet, dass Mikroorganismen und Sporen abgetötet werden bei minimaler Auswirkung auf Geschmack und Farbe des Produkts. Das Verfahren führt zudem zu sehr geringem Fouling (Verunreinigungen), was wiederum eine hervorragende Reinigungsfähigkeit der Anlage ermöglicht. Dies verringert Ausfallzeiten durch Reinigung und bedeutet insgesamt geringere Reinigungskosten.

Dampfinfusion

Minimiert die Auswirkungen auf den Geschmack, die Farbe und Konsistenz des Produkts

Das Grundprinzip der Dampfinfusion besteht darin, ein Produkt zu erhitzen, indem es eine Dampfatmosphäre durchströmt. Die Verteilung des Produkts kann zwar variieren, doch die resultierende Größe der Milchtröpfchen muss einheitlich sein, um eine gleichmäßige Wärmeübertragung zu gewährleisten. Das Verfahren der Dampfinfusion ähnelt dem der Dampfinjektion, es ist jedoch schonender (geringere Scherrate), was eine größere Produktstabilität ermöglicht. Daher eignet es sich besonders gut für die Herstellung von Schlagsahne und Produkten, die Stabilisatoren enthalten. Es erfordert jedoch eine größere Menge an Dampf und Kühlwasser und bringt zusätzliche Produktverluste mit sich, was im Vergleich zur Dampfinjektion zu höheren Betriebskosten um 4 bis 8 % führt.

Instantane Kühlung

Minimale Produktverluste, effiziente Bedienung und Wartung

Die sog. instantane Kühlung – die in einem mit einem Kondensator ausgerüsteten Vakuumbehälter stattfindet – ermöglicht ein schlagartiges Abkühlen des Produkts. Der Unterdruck wird von einer Vakuumpumpe gehalten und geregelt, um sicherzustellen, dass dieselbe Menge an Wasser verdampft wird, die zuvor als Dampf hinzugefügt wurde. Der große Durchmesser und die kegelförmige Oberseite gewährleisten in Kombination mit der langen Distanz zwischen Produkteinlauf und Dampfauslauf einen geringen Brüdenmitriss und einen nur minimalen Verlust von Aroma.

Der kompakte Vakuumbehälter mit eingebautem Kondensator ermöglicht Ihnen eine schnelle und wirksame Vorsterilisierung und Reinigung. Er ist zudem für eine leichte Zugänglichkeit bei Inspektions-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ausgelegt.

Doppeltes Vorlaufbehältersystem

Geringer Produktverlust

Bei diesem System wird ein Behälter für das Produkt und einer für Wasser verwendet. Letzterer – ein CIP-Header-Batch-Behälter – wird als zweiter Wasserbehälter beim Wechsel von Wasser auf das Produkt eingesetzt und ermöglicht eine scharfe Trennung vom Wasser zum Produkt. Zudem verkürzt ein verringerter Bodendurchmesser die Mischphase. Die volumengesteuerte Befüllung und Entleerung minimiert die Produktverluste auf unter 150 Liter bei einer Anlagenleistung von 15.000 Litern pro Stunde.

Abdeckbleche für Wärmetauscher

Hohes Energieeinsparungspotenzial

Um den Tetra Pak® Röhrenwärmetauscher herum montierte Abdeckbleche schließen die Anlage ein und bewahren die Wärme. Dadurch werden beim Energieverbrauch Einsparungen von bis zu 6 % erreicht. Mit zusätzlicher Isolierung steigen die Einsparungen sogar auf bis zu 11 %. Die Abdeckbleche erhöhen zudem die Bedienersicherheit, da sie das Risiko des Kontakts mit heißen Oberflächen verringern.

Floating Protection System für Wärmetauscher

Längere Lebensdauer und außergewöhnliche Effizienz

Das aseptische Produkt fließt in den Innenrohren des Tetra Pak® Röhrenwärmetauschers mit einem höheren Druck als das unbehandelte Produkt auf der Mantelseite. Das Floating Protection System ermöglicht die thermische Ausdehnung, was die Gefahr einer Beschädigung durch Rissbildung und der daraus folgenden Insterilität deutlich verringert. Neben einer verlängerten Lebensdauer sorgt dies für eine Verbesserung der Lebensmittelsicherheit.

Kombinierte Erhitzungslösung

Für geringe Betriebskosten

Statt in zwei verschiedene Anlagen zu investieren, können Sie ein gebrauchsfertiges Kombimodell erwerben oder Ihre bestehende Anlage für den Einsatz sowohl des direkten als auch indirekten Erhitzungsverfahrens umrüsten. Bei der Produktion von Premiumprodukten verleiht die Betriebsart VTIS (Direkterhitzung) den Produkten einen optimalen Geschmack und Farbton. Bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte (d. h. sowohl in Standard- als auch Premiumqualität) ist es möglich, die Anlage in der Betriebsart „Flex” (indirekte Erhitzung) oder „Plus” (Kombination aus direkter und indirekter Erhitzung) zu fahren und somit die Betriebsmittelkosten zu verringern.

Automatische Pulsationsdämpfer

Für längere Produktionszeiten

Pulsationsdämpfer im Homogenisator absorbieren Druckschwankungen vor und nach der Maschine. Die automatische Nachfüllung von Luft erhält das Luftpolster im Pulsationsdämpfer des Homogenisators und sichert so einen reibungslosen Betrieb. Ohne das Luftpolster würden Vibrationen und Kavitation auftreten und die Produktionszeit verringern. Inklusive vollautomatischer CIP-Reinigung – erhöht die Bedienersicherheit, verbessert die Hygiene und optimiert den Produktionszyklus.

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