MESSUNG UND BERICHT-ERSTATTUNG

Wir setzen klare Ziele und arbeiten mit vollem Einsatz an der Messung unserer Fortschritte. Damit gewährleisten wir in allen Bereichen Transparenz hinsichtlich der Umweltbelastung.

Prinzipien der Berichterstattung

Um die Fortschritte bei unseren Klimazielen kontrollieren und Konsistenz und Genauigkeit gewährleisten zu können, haben wir Verfahren, Prozesse und ein umfassendes Berichtssystem eingeführt. Seit 1999 erstellen wir Berichte über unsere Umweltdaten gemäß folgender Prinzipien:

  • Alle Daten erstrecken sich auf ein volles Kalenderjahr.

  • Wir berichten über unsere Treibhausgasemissionen gemäß den vom World Resource Institute und vom World Business Council on Sustainable Development ausgearbeiteten Prinzipien des Treibhausgas-Protokolls. Wir haben den „betriebsgesteuerten” Konsolidierungsansatz angewendet, um die Unternehmensgrenzen und Treibhausgase zu bestimmen, die durch das Kyoto-Protokoll der Vereinten Nationen und das GHG-Protokoll der WRI und des WBCSD abgedeckt sind.

  • Für ausgewählte Daten wird außerdem ein Ökoeffizienz-Indikator angegeben. Ökoeffizienz-Indikatoren geben Auskunft über die Umweltbelastung in Abhängigkeit zu einem bestimmten Parameter, zum Beispiel dem Herstellungsvolumen.

  • In einigen Fällen mussten wir die Zahlen aus den vergangenen Jahren aufgrund von korrigierten Daten einiger Standorte aktualisieren. Dadurch wird die Datenqualität verbessert. Außerdem sind Jahresvergleiche nun aussagekräftiger. Daher können die Daten aus früheren Berichten leicht abweichen.

  • Wenn wir Daten neu berechnen mussten, haben wir uns an unsere eigene Neuberechnungsrichtlinie gehalten, die sich an den Standards des Treibhausgas-Protokolls für Unternehmens- und Scope-3-Berichte orientiert.

Berichterstattung über Treibhausgasemissionen

Tetra Pak blickt beim Einsatz zur Verringerung von Treibhausgasemissionen auf eine lange Geschichte zurück. Seit 1998 sammeln wir jährlich Daten aus den verschiedenen Unternehmensbereichen und fassen diese in einer zentralen Datenbank zusammen.

Bis 2010 haben wir nur die Emissionen aus eigenen Betriebsvorgängen gemessen. 2011 haben wir dann unsere neue Klimastrategie aufgestellt. Gemäß dieser Strategie engagieren wir uns für die Verringerung von Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Darin sind auch unsere Klimaziele für 2020 festgelegt. Im Referenzjahr 2010 haben wir zum ersten Mal Daten aus der gesamten Wertschöpfungskette gesammelt.

In den folgenden zwei Jahren haben wir uns mit dem Aufbau und der Feinabstimmung von Verfahren und Prozessen beschäftigt, dank der wir unser Ziel zu erreichen suchen. Danach begannen wir in 2013 mit der Verifizierung unserer Emissionsdaten durch externe Prüfer. Um zu gewährleisten, dass wir über umfassende und vergleichbare Daten verfügen, halten wir uns bei unseren Prüfungen an die Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol (Treibhausgas-Protokolls), das weithin als führendes Instrument zur Berichterstattung über Treibhausgasemissionen anerkannt ist.

Laut Protokoll müssen wir unsere Emissionen in drei Bereichen bzw. Scopes festhalten:

  • Scope 1: direkte Emissionen aus eigenen Betriebsvorgängen, einschließlich Kraftstoffverbrauch und Verwendung von Kälte- und Lösungsmitteln.
  • Scope 2: indirekte Emissionen durch zugekauften Strom, Wärme, Dampf oder Kühlung.
  • Scope 3: indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungsketten aus Quellen, die sich nicht im Besitz von Tetra Pak befinden und nicht von Tetra Pak kontrolliert werden.

Unsere Scope-2-Gesamtemissionen werden seit 2015 anhand der „marktbasierten” Bewertungsmethode errechnet. Dies bedeutet, dass wir – sofern verfügbar – lieferantenspezifische Emissionsraten entsprechend der Scope-2-Qualitätskriterien des Treibhausgas-Protokolls verwendet haben und dass unsere Ergebnisse die Nutzung des erneuerbaren Stroms an unseren Standorten wiedergeben. Unter Scope 3 nehmen wir die Emissionsdaten entlang der Wertschöpfungskette in den Bericht auf, die uns die Gesamtklimabelastung von der Beschaffung über die Fertigung bis hin zur Verwendung und Entsorgung unserer Produkte zeigen.

Unter Scope 3 nehmen wir Emissionen entlang der Wertschöpfungskette in den Bericht auf. Dazu zählen auch Daten von unseren Lieferanten, Kunden und zur Entsorgung. Dadurch erhalten wir ein umfassendes Bild der Gesamtklimabelastung, von der Beschaffung über die Fertigung bis hin zur Verwendung und Entsorgung unserer Produkte.

  • Lieferanten: Produktion von gekauften Rohstoffen, einschließlich Karton, Aluminium und Polymere. Eingehende und abgehende Transporte durch Vertragsnehmer.
  • Unserer betrieblichen Abläufe: Emissionen von Geschäftsreisen, Abfälle im Betrieb und vorgelagerte Emissionen bezüglich verbrauchter Brennstoffe und Energie am Standort (die nicht in Scope 1 und Scope 2 enthalten sind).
  • Kunden: Energieverbrauch von Tetra Pak Anlagen an Kundenstandorten, einschließlich der Prozess-, Abfüll- und Distributionsanlagen. Transport, einschließlich Transport von Verpackungsmaterial an Kunden, die nicht im Auftrag von Tetra Pak erfolgen.
  • Entsorgung: Einschließlich der Klimabelastung von Tetra Pak Getränkekartons, die auf Mülldeponien entsorgt werden, und Verbrennung ohne energetische Verwertung.

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