RECYCLING NACH GEBRAUCH

Recycling ist der Schlüssel zur Zukunft unseres Unternehmens. Eine Kreislaufwirtschaft hängt von nachhaltigen Recycling-Wertschöpfungsketten ab, die sicherstellen, dass Kartons gesammelt, sortiert und recycelt werden, um weiterhin Wert zu liefern.

Unser Engagement für Recycling

Ein gut funktionierende Recycling-Wertschöpfungskette beugt Vermüllung vor, spart Ressourcen und reduziert die Auswirkungen auf das Klima. Um sicherzustellen, dass unsere Recyclingbemühungen unserem Unternehmen entsprechen, führte Tetra Pak 2018 Teams für die Kreislaufwirtschaft ein, die in unserer globalen Nachhaltigkeitsfunktion organisiert sind.

Wir verwenden hochwertige Rohstoffe, um unsere Verpackungen herzustellen und unsere Mission zu erfüllen, Lebensmittel sicher und überall verfügbar zu machen. Sobald unsere Verpackungen ihren Zweck erfüllt haben, sollten diese Rohstoffe nicht ungenutzt bleiben. Stattdessen können sie gesammelt und – mit relativ einfachen Verfahren – zu etwas Nützlichem recycelt werden. 

Durchschnittlich besteht über 70 Prozent unseres Verpackungsmaterials aus langen, starken Zellstofffasern, die mehrfach recycelt werden können. Die dünne Schicht aus Polymeren – oder Kunststoffen – in unseren Getränkekartons kann mit anderen Polymeren vermischt und zu neuen Produkten wie Dachziegeln, Kisten, Kartons und mehr verarbeitet werden. 

Während wir die Sammlung und das Faserrecycling weiter vorantreiben, konzentrieren wir uns auch verstärkt auf das Recycling der in unseren Verpackungen enthaltenen Polymere. Im Rahmen unserer jüngsten Zusage, die Kunststoffstrategie der EU zu unterstützen, werden wir mit Partnern zusammenarbeiten, um dafür zu sorgen, dass bis 2030 für sämtliche Bestandteile unserer Getränkekartons Recyclinglösungen geschaffen sind. 

Recycling trägt bei zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft, die wertvolle Rohstoffe im Einsatz hält. Es hilft auch bei der Verhinderung von Vermüllung, der Einsparung von Ressourcen und der Reduktion der Klimabelastung.

Recycling-Erfolg definieren

Im Jahr 2010 haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Recyclingquote 2020 auf 40 Prozent zu verdoppeln. Wir waren das erste Verpackungsunternehmen, das sich ein so ehrgeiziges Ziel gesetzt hat und auf seinem Weg bereits erhebliche Fortschritte vorweisen kann. Im Jahr 2018 lag unsere weltweite Recyclingquote bei 26 Prozent (nach 25 Prozent im Jahr 2017). Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir durch unsere Initiativen wesentlich mehr zum Recycling beigetragen haben, da wir 40 Prozent aller Verpackungen auf dem Markt stellen. In 77 Märkten auf der ganzen Welt werden gebrauchte Getränkekartons gesammelt und in 48 Märkten der Verbundstoff PolyAl.

Sich dieses Ziel zu setzen, war das Richtige – es gab uns eine Richtung vor, auf die sich unsere Arbeit konzentrierte. Mit dem Ziel nahm das Recycling an Bedeutung zu – sowohl innerhalb als auch außerhalb von Tetra Pak. Es half uns, unsere Partner entlang unserer Wertschöpfungskette entsprechend auszurichten und das Recyclingbewusstsein und die Infrastruktur auf diesem Weg deutlich zu verbessern. 

In dieser Zeit haben wir auch unser Recyclingkonzept weiterentwickelt. Wir haben gelernt, dass jeder Markt unterschiedliche Bedürfnisse und „Reifegrade” besitzt. Anstatt uns auf einen globalen einzelnen Indikator – die Gesamtrecyclingquote – zu konzentrieren, müssen wir uns an spezifischeren und vor Ort relevanten Zielen orientieren. Damit bleiben wir wettbewerbsfähig und können die Bedürfnisse unserer Kunden und anderer Interessengruppen weiterhin erfüllen. Auch wenn die Recyclingquote eine relevante Kennzahl bleibt, so ist eine globale Recyclingquote nicht länger ein Indikator für unser Hauptziel und auch nicht die bedeutendste Maßnahme.

Green Roof Project

In Thailand wurden gebrauchte Getränkekartons zu gewellten Dachbahnen für Notunterkünfte verarbeitet. Dieses Projekt zur Beteiligung der Öffentlichkeit hat nicht nur dazu beigetragen, Abfälle zu vermeiden und den CO2-Ausstoß zu senken, sondern auch das Bewusstsein für den Wert des Recyclings zu schärfen.

*Erfahren Sie mehr über das Green Roof Project

Lokale Lösungen für eine globale Herausforderung

Recycling funktioniert, wenn alle dazu notwendigen Elemente vorhanden und gut miteinander verknüpft sind. Ein schwaches oder fehlendes lokales Glied – wie das Fehlen effizienter Sammelsysteme, die getrennte Sammlung von Verpackungen und die Infrastruktur der Abfallwirtschaft – ist eine Herausforderung. Mit unseren neuen marktrelevanten Zielen können wir unser Konzept so anpassen, dass es sich auf Maßnahmen mit dem größten Wirkungs- oder Fortschrittspotenzial konzentriert; wir können uns direkt auf das Problem in jeder beliebigen Region konzentrieren und es praxisgerecht lösen. In über 70 Ländern fördern wir derzeit lokale Recyclinginitiativen.

Unsere neuen Ziele und relevanten Kennzahlen lassen sich in sechs Kategorien einteilen: Verbraucherbewusstsein, Kundenbewusstsein und Zusammenarbeit, Sammlung und Sortierung, Faserrecycling, PolyAl-Recycling und Steigerung des Werts recycelter Rohstoffe.

Einige Praxisbeispiele zu Recyclingzielen

Recycling-Wertschöpfungsketten aufbauen

Hinsichtlich des Recyclings verfolgen wir einen Ansatz entlang der Wertschöpfungskette. Dies bedeutet, dass wir an allem arbeiten müssen, angefangen bei der Sensibilisierung der Verbraucher über die Infrastruktur für die Sammlung und Sortierung bis hin zur Erweiterung der Marktchancen für recycelte Rohstoffe und der Förderung der Geschäftsmöglichkeiten für Recyclingunternehmer. Die Partnerschaft und Vernetzung von Interessengruppen ist entscheidend für den Aufbau nachhaltiger Recycling-Wertschöpfungsketten. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von lokalen und globalen Interessengruppen zusammen, unter anderem mit Entsorgern, Verwertern, Kommunen, Industrieverbänden und Ausrüstungslieferanten.

Erfahren Sie mehr darüber, wie wir Recycling-Wertschöpfungsketten aufbauen

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